Klassisches vs. agiles PM – Wie ein Miteinander gelingen kann, erklärt Alexander Koschke

In vielen Unternehmen herrscht ein Glaubenskrieg zwischen den Vertretern unterschiedlicher Ansätze des Projektmanagements. Klassisch vs. agil heißt die Devise. Dabei betrachten sich beide Seiten mindestens mit Misstrauen. Doch wie gelingt ein konstruktives Miteinander der Gegensätze?

Impulse hierzu gibt Ihnen Alexander Koschke im Beitrag. Seit zehn Jahren ist der Diplomingenieur Berater und Managementtrainer bei der Tiba Managementberatung sowie Teil des Think Tanks zum Thema PM 4.0.

Auf den PM-Tagen hat er bereits Workshops zu Agilität im Projektmanagement geleitet. Auch bei den nächsten » PM-Tagen am 3. und 4. April 2019 ist er wieder mit von der Partie – mit einem Best-Practice-Exchange.

Immer wieder findet in den unterschiedlichsten Zusammenhängen die Diskussion statt, ob Tradition eine Hürde oder ein Sprungbrett für die Modernisierung darstelle. Auch in der aktuellen Debatte um Digitalisierung und klassisches oder agiles Projektmanagement gibt es mehrere einander heftig kritisierende Lager.

Die Integration von alter und neuer Kultur wünscht sich auch Tiba-Berater Alexander Koschke für das heutige Projektmanagement in der Industrie. „Fast niemand kommt heutzutage mehr um agiles Projektmanagement herum, aber es wird im Moment gerade viel zu sehr gehypt. Dabei hat das klassische Projektmanagement ebenso seine Berechtigung für Projekte, die eben nicht agil ablaufen müssen oder können. Man muss das Beste aus beiden Welten nehmen.“ Dabei reicht es aber nicht, nur die jeweilige Methode einzuführen und anzuwenden. Ein wichtiger Erfolgsfaktor dabei ist es, ob die verschieden arbeitenden Teams im Alltag nutzbringend zusammenarbeiten anstatt sich gegenseitig das Leben schwer zu machen.

Auf den PM-Tagen 2019 wird Herr Koschke eine Expertenrunde moderieren – für alle, die bereits Erfahrungen mit Agilität haben. Experte ist hier beruhigender Weise nicht nur der, der (oder die) ein Unternehmen bereits agil auf den Weg geführt hat, sondern es sind gerade auch „diejenigen, die unter dem aktuellen agilen Projektmanagement-Hype leiden oder sich zumindest schwer damit tun“, so Koschke. Je konträrer die Standpunkte, desto mehr Nutzen verspricht sich Koschke für die Teilnehmer des Gesprächs.

Neben Führungskräften und Mitarbeitern von agilen Teams ruft er deshalb auch Skeptiker oder Leidtragende auf, an der Runde teilzunehmen – und auch solche, die sich als „Brückenmenschen“ in beiden Welten bewegen oder die als Moderatoren Räume für Begegnungen schaffen (z.B. PMO Manager). Denn wenn auf der Veranstaltung ein konstruktiver Dialog aus den widersprüchlichsten Ansätzen entsteht, in dem alle einander zuhören und voneinander lernen, könnte ein wichtiges Ziel erreicht werden: dass Vertreter aller Herangehensweisen produktiv und mit gegenseitiger Wertschätzung unter einem Dach arbeiten können und jeder auf seine Weise das Unternehmen voranbringt.

Koschke: „Ich möchte mit den Teilnehmern gerne herausarbeiten, wie das geht. Jeder hat in seinem Unternehmen andere Erfahrungen gemacht. Davon können alle profitieren.“ Denn in den nächsten zwei Jahrzehnten würden auf jeden Fall noch beide Kulturen gebraucht. „PM 4.0 überwindet die Kluft zwischen dem klassischen PM und Methoden wie Design Thinking, Scrum, Kanban oder Lean Management. Es funktioniert aber nur mit einem offenen Mindset und einer Kultur der Integration“.

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