Worauf es bei der Zusammenstellung von Projektteams ankommt

-Praxistipps-

Die Besten, die Teamfähigsten oder die, die gerade zur Verfügung stehen – Geht es darum, ein Projektteam zusammenzustellen, haben Unternehmen ihre ganz eigenen Vorgehensweisen. Doch nicht alle sind geeignet, um den größtmöglichen Projekterfolg zu erzielen.

Tiba Magazin – Ausgabe 1/2018

Welche konkreten Aufgaben müssen erledigt werden und welche Spezialisten werden dafür gebraucht? Dies ist die Frage, von der sich Projektleiter bei der Zusammenstellung des Teams leiten lassen sollten. Beispiel: Braucht das Projekt einen IT-Spezialisten, der eine vorhandene Lösung umsetzen soll oder muss er in Lage sein, kreative Problemlösungen zu programmieren?

Außerdem müssen in Projekten zum Teil sehr unterschiedliche Charaktere eng zusammenarbeiten. Um Probleme auszuschließen, muss deshalb auch das Zusammenspiel auf menschlicher Ebene funktionieren. Auch dies muss bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Was von einem Projektteam zu erwarten ist

  • Die fachliche Kompetenzen müssen passen und sich bestenfalls ergänzen
  • Jedes Teammitglied muss seine Aufgaben kennen und können
  • Die Chemie muss stimmen, damit produktives, effizientes Arbeiten möglich ist

Das Riemann-Thomann-Modell

Idealerweise bestehen Teams aus Mitgliedern, die unterschiedliche Sichtweisen einbringen. Ein Modell, mit dem man die verschiedenen Team-Mitglieder einschätzen kann, ist das Riemann-Thomann-Modell. Das Prinzip dahinter: Ein ideales Team balanciert Gegensätze aus und bewegt sich – je nach Erfordernissen – zwischen Nähe, Distanz, Dauer und Wechsel.

Worauf es bei der Teamauswahl ankommt

Die individuellen Voraussetzungen:

  • Fachliche, methodische und soziale Kompetenzen
  • Der bevorzugte Verhaltensstil und die Persönlichkeit

Das Zusammenspiel der verschiedenen Teammitglieder untereinander:

  • Auf fachlicher und methodischer Ebene
  • Auf zwischenmenschlicher Ebene und in Bezug auf die bevorzugten Verhaltensstile

Lesen Sie auch das Interview zum Thema größtes Lernpotenzial für Projektleiter- und -team.

 

Den größten „Projektkiller“ vermeiden

Nicht immer stimmt die Chemie zwischen den Kollegen von Anfang an. In diesem Fall – der gar nicht so selten ist und der den Projekterfolg gefährden kann – ist die Moderationsfähigkeit des Projektleiters gefragt. Er muss klare Vereinbarungen und Regeln in Sachen Kommunikation und Zusammenarbeit festlegen. Tatsächlich scheitern sehr viele Projekte an ebendiesem Problem.

 

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Achim Kempf, Berater / Trainer
Tiba Business School GmbH
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