Wie das Management agiles Mindset fördern kann – Teil 5

Die Umsetzung agiler Methoden scheitert oftmals am Mindset des Managements. In einer 5-teiligen Blogserie beschreibt Alexander Koschke, welche Prinzipien beachtet werden müssen, um erfolgreich agil zu werden und wie vor allem das Management agile Werte vorleben muss, um einen unternehmensübergreifenden Mindset Change wahrzumachen.

In diesem Beitragsfinale stellt er das PM 4.0 Modell vor und erklärt, wie Mitarbeiter durch agiles Mindset intrinsisch motiviert werden können, um Unternehmen von innen heraus erfolgreich zu machen.

Teil 5 – Agiles Mindset heißt: Eine Hingabe an den Fluss der Wertschöpfung

Vielleicht ist also das letzte Prinzip das Erste, über das man sich im Unternehmen austauschen sollte. Wir sollte anfangen uns übergreifend abzustimmen, über unsere eigenen Fähigkeiten und die Bedürfnisse unserer Kunden. Das kann beispielsweise in Form einer Vision sein, wobei es am Ende aber nicht um die Vision an sich geht, sondern um den Austausch, der durch die Abstimmung entsteht, wenn wir uns die Frage stellen, wozu wir da sind? Was können wir? Auf welche Art und Weise und mit welchen Produkten und Dienstleistungen wollen wir unsere Kunden begeistern? Abstimmen (engl. Tuning) heißt neben all den Gesprächen und Meetings auch immer wieder zuhören, nach innen horchen und spüren. Was lässt uns lebendig werden? Die wahre Bedeutung von Agilität im Unternehmen ist vor allem die Hingabe an den Fluss der Wertschöpfung, der zu fließen anfängt, wenn wir „das Richtige tun“. Die Vision, die Methoden, die Produkte und Dienstleistungen werden sich im Laufe der Zeit verändern. Wenn wir wirklich agil sind, werden wir das auch immer wieder in Frage stellen und verändern. Aber wir werden niemals aufzuhören an den Fluss zu glauben und jeden Tag gemeinsam daran zu arbeiten ihn lebendig zu halten.

Im PM 4.0 Modell der Tiba haben wir deshalb das Mindset in den Kern des Modells gestellt. X steht dabei für das Mindset der Profitmaximierung, das zu demotivierten Mitarbeitern führt und den Fluss austrocknen lässt. Y steht dabei für ein Mindset, das an den Fluss der Wertschöpfung glaubt und in dem alle Beteiligten intrinsisch motiviert sind, am Unternehmensgeschehen teilzuhaben. Der Grund warum wir Agilität einführen wollen, ist demnach entscheidend und kann nicht genug betont werden. Er entscheidet über Leben(-digkeit) oder Tod von agilen Initiativen. Die Prinzipien, die Methoden und die passende Organisation helfen lediglich dabei.

Blogserie

Die komplette Blogserie gibt es auch als Blätterversion und zum Download.

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Kurzbiografie:

Alexander Koschke ist seit Ende 2008 bei der Tiba Managementberatung und Teil des Think Tanks zum Thema PM 4.0. Als Berater und Trainer treibt er das Thema Agilität und neue Führung in Industrieunternehmen leidenschaftlich voran. Der Maschinenbau-Ingenieur (MBA) geht auch in seiner Freizeit der Frage nach: Wie wollen wir arbeiten? Die aktuelle Welle der Agilität, die immer mehr auch die Industrie erfasst, bietet da ein gutes Forschungsfeld. Durch die Kombination verschiedener agiler Projektmanagement-Ansätze und mit seinen ausgeprägten Führungs- und Softskills begeistert er immer mehr Kunden für dieses Thema.

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